Stiftungsallianz fordert Aufwertung für Pflegeberufe

Wie kann die Zukunft der Pflege aussehen? Um eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Deutschland zu gew?hren, gibt es Handlungsbedarf. Die Robert Bosch Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Stiftung Münch raten zu einem entschlossenen Kurswechsel. Das gemeinsame Positionspapier ?Pflege kann mehr!“ nennt zentrale Empfehlungen.

 

Robert Bosch Stiftung | Februar 2020
Bj?rn H?nssler

?Die Realit?t zeigt, dass das Bild ?Pflege kann jeder“ gef?hrlich ist und nicht gegen den Fachkr?ftemangel hilft“, sagt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. Es bedarf einer Kurs?nderung zu einer nachhaltigen Professionalisierung der Pflege.

Patienten in Krankenh?usern und Zuhause, Bewohner in Pflegeheimen und ihre Angeh?rigen, aber auch das Pflegepersonal und seine Arbeitgeber - sie erleben, dass Pflegefachkr?fte in der Versorgung fehlen. Trotz der Anstrengungen vieler Akteure ist es schwierig, ein hinreichendes Mittel gegen den Fachkr?fte- und Versorgungsmangel zu finden. Das Positionspapier der Stiftungsallianz aus Robert Bosch Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Stiftung Münch setzt auf die Potenziale der Pflege, um den andauernden Pflegenotstand nachhaltig zu wenden.

Zentrale Positionen zur Zukunft der Pflege

Unter dem Titel ?Pflege kann mehr“ formulieren die Stiftungen ihre Empfehlungen: Mehr Verantwortung für professionell Pflegende durch übernahme ?rztlicher Aufgaben, mehr Expertise durch Ausbau der Akademisierung und eine st?rkere Selbstverwaltung. Die Stiftungsallianz warnt vor einem Absenken der Bildungsstandards und r?t zu mehr Professionalisierung, um Fachkr?ftemangel zu begegnen und Qualit?t in der Versorgung langfristig sicherzustellen. Ziel müsse eine nachhaltige Aufwertung der Pflege sein, mit erheblich mehr akademisch ausgebildeten Pflegekr?ften und Karrierem?glichkeiten. Dazu geh?rt der Ausbau von Pflegestudieng?ngen an Hochschulen und Universit?ten. Notwendig seien rund 30.000 Studienpl?tze und entsprechende Konzepte für den Einsatz akademischer Fachkr?fte in der Pflegepraxis.?

? Um die Pflege in der Fl?che zu sichern, müssen wir zus?tzlich für Spitzenpflege sorgen.

Internationale Beispiele zeigen, dass die Pflege mehr Aufgaben übernehmen kann, die bislang zu ?rztlichen T?tigkeiten geh?ren. Das Resultat: Eine selbstst?ndige Pflege, die in enger Kooperation mit ?rzten Patienten eigenverantwortlich versorgt. Darüber hinaus raten die Stiftungen dazu, die Rolle der Pflege zu st?rken. Dort, wo es um Entscheidungen geht, die Auswirkungen auf die pflegerische Versorgung haben, muss auch die professionelle Pflege mit am Tisch sitzen.

?Die Realit?t zeigt, dass das Bild ?Pflege kann jeder“ gef?hrlich ist und nicht gegen den Fachkr?ftemangel hilft“, sagt Dr. Bernadette Klapper, Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung. ?Deutschland leistet sich eine sehr gute Breitenmedizin, eine wettbewerbsf?hige Spitzenmedizin und zugleich einen Dauerpflegenotstand. Um die Pflege in der Fl?che zu sichern, müssen wir zus?tzlich für Spitzenpflege sorgen. Nur wenn die Attraktivit?t des Berufsbildes steigt, werden wir langfristig genügend Personal gewinnen k?nnen“, so Klapper.

男女做爰高清免费视频-骚虎视频-4虎视频