Hohe Wertsch?tzung für Wissenschaftler in Zeiten von Corona

In Podcasts, Interviews und auf Social Media: Wissenschaftler sind in der Corona-Pandemie st?rker gefragt denn je. Welche Rolle soll ihre Expertise nach Meinung der Bev?lkerung bei der Eind?mmung von Corona in Deutschland spielen? Das Wissenschaftsbarometer Corona Spezial beantwortet diese und weitere Fragen.

Robert Bosch Stiftung | April 2020
Adobe Stock/WavebreakMediaMicro

Das Vertrauen der Deutschen in Wissenschaft ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie deutlich gestiegen: Drei von vier Deutschen vertrauen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschung. Um die Verbreitung von Corona in Deutschland zu verlangsamen, setzen fast 90 Prozent der Bev?lkerung auf die Expertise von Wissenschaftlern. Die Mehrheit (61 Prozent) rechnet damit, dass es Forschenden in absehbarer Zeit gelingt, ein Medikament oder einen Impfstoff zu entwickeln. Zu diesen Ergebnissen kommt das Wissenschaftsbarometer Corona Spezial. Mit dem Wissenschaftsbarometer erhebt die gemeinnützige Organisation Wissenschaft im Dialog seit 2014 j?hrlich Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gegenüber Wissenschaft und Forschung. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie erscheint nun erstmals eine Sonderausgabe.

Frage: Wie sehr vertrauen Sie in Wissenschaft und Forschung?

Wissenschaftsbarometer - Wissenschaft im Dialog/Kantar

Politik und Wissenschaft sollen zusammenarbeiten

Auch wenn es um politische Entscheidungen geht, spielt Wissenschaft für die Befragten eine wichtige Rolle: 81 Prozent der Deutschen wollen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in die Politik einflie?en. Bei der Frage, ob Forschende sich selbst einmischen sollten, liefert das Wissenschaftsbarometer ein gemischtes Stimmungsbild: 39 Prozent sehen dies als Aufgabe der Wissenschaft, 26 Prozent sind unentschieden und laut 32 Prozent der Befragten sollten sich Wissenschaftler nicht in die Politik einmischen.

Deutsche fühlen sich über Corona gut informiert

Die klassischen Medien haben für die Befragten einen hohen Stellenwert: Die meisten von ihnen beziehen ihre Informationen über Neuigkeiten zu Corona über das Fernsehen, Zeitungen, Magazine und das Radio. Knapp 40 Prozent der Befragten informieren sich online in den sozialen Netzwerken.

Die H?lfte der Befragten sind der Meinung, dass Wissenschaftler aktuell deutlich unterscheiden zwischen gesichertem Wissen und noch offenen Fragen. Kontroversen zwischen Forschenden werden eher positiv gesehen und sind hilfreich, damit sich die richtigen Ergebnisse durchsetzen. ?Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig es ist, dass m?glichst viele Menschen die Grunds?tze wissenschaftlicher Arbeit nachvollziehen k?nnen. Das sollte für Forscher ein Ansporn sein, noch st?rker hervorzuheben, dass wissenschaftliche Erkenntnisse vorl?ufigen Charakter haben und Annahmen sich ?ndern k?nnen – und dass unterschiedliche Interpretationen zur wissenschaftlichen Diskussion dazugeh?ren“, sagt Dr. Katrin Rehak-Nitsche, Leiterin des Bereichs Wissenschaft der Robert Bosch Stiftung.

Das Wissenschaftsbarometer Corona Spezial

Welchen Stellenwert haben wissenschaftliche Erkenntnisse für die Bev?lkerung in Zeiten der Corona-Pandemie? Welche...

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