Das Deutsche Schulbarometer: Coronakrise zeigt Nachholbedarf bei digitalen Lernformaten

Leere Klassenzimmer und Pausenh?fe an deutschen Schulen: Die Corona-Pandemie stellt Lehrer, Schüler und Eltern vor neue Herausforderungen. Der gesamte Unterricht musste kurzfristig umgestellt werden. Wie kommen Lehrer und Schüler mit der neuen Situation zurecht? Eine repr?sentative Umfrage der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der ZEIT ergab: Die Mehrheit der Schulen sind nach Ansicht von Lehrkr?ften nicht gut auf Fernunterricht vorbereitet.

Robert Bosch Stiftung | April 2020
Наталия Кузина – stock.adobe.com

Die pl?tzliche Umstellung auf Fernunterricht war für viele Schulen ein Sprung ins kalte Wasser. 66 Prozent der Lehrkr?fte sagen, dass ihre Schule nicht gut auf die aktuelle Situation vorbereitet war. Das zeigen die Ergebnisse des Deutschen Schulbarometer Spezials, einer repr?sentativen Befragung der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der ZEIT anl?sslich der Corona-Pandemie. Demnach fehlt es sowohl an digitalen Medien als auch an den technischen Voraussetzungen. Den gr??ten Nachholbedarf sehen die Lehrer bei den eigenen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Lernformaten.

?Zugang zu gutem Unterricht darf auch in der aktuellen Situation kein Glücksspiel sein“, sagt Dr. Dagmar Wolf, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert Bosch Stiftung. ?Neben positiven Einzelbeispielen engagierter Lehrer erleben wir momentan auch ein System, dem es an vielen Stellen nicht gelingt, ein Mindestma? an Qualit?t fl?chendeckend sicherzustellen. Nach der Krise sollten Themen wie Unterrichtsqualit?t, Digitalisierung und Qualifizierung der Lehrkr?fte ganz oben auf der Agenda stehen.“

Wo sehen Lehrkr?fte den gr??ten Verbesserungsbedarf an ihrer Schule?

Das Deutsche Schulbarometer

Die Grafik zeigt die Herausforderungen durch die Schulschlie?ung für Lehrkr?fte.

Kontakt zu Schülern geht verloren

Die Ergebnisse zeigen auch, dass Grundschulen besonders von den Auswirkungen der Schulschlie?ungen betroffen sind. Hier sehen 82 Prozent der befragten Lehrkr?fte die eigene Schule nicht ausreichend vorbereitet. Fast die H?lfte gibt an, nur zu wenigen Schülern regelm??ig Kontakt zu haben. ?Die Schule ist neben der Familie die ma?gebliche soziale Instanz im Leben unserer Kinder – daran ?ndert auch die derzeitige Situation nichts“, so Wolf. ?Fast noch wichtiger als das Lernen ist dabei die Gestaltung von Beziehungen, gerade an den Grundschulen.“

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